Das Geheimnis des Coachingerfolgs

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Coaching hat in den vergangenen Jahren an immenser Bedeutung gewonnen. Ein Blick auf die große Anzahl an Publikationen zu diesem Thema zeigt, dass der Erfolg dieser Methode Recht gibt. Coaching wirkt; Doch welche Faktoren bestimmen seinen Erfolg?

Wirkungsprinzipien nach Grawe [1]
Der Psychologe Klaus Grawe (1943-2005) hat anhand von groß angelegten Wirksamkeitsstudien nachgewiesen, dass erfolgreiche Therapien schulenunabhängig nach einem bestimmten Muster ablaufen.

1. Prozessuale Aktivierung
Coaching-Prozesse beginnen idealerweise mit einer Phase der prozessualen Aktivierung, in der der man erfährt, dass es in dem Prozess nicht um äußere Maßstäbe, sondern um ihn selbst geht. Er reflektiert über sich selbst und sein Handeln, beschäftigt sich mit seiner eigenen Biographie und strukturiert und formuliert seine Gedanken.

2. Ressourcenaktivierung
Darauf folgt die Phase der Ressourcenaktivierung, in der  mit Hilfe des Coaches erkannt wird, dass man grundsätzlich über die notwendigen Ressourcen verfügt, mit den eigenen Problemen umzugehen. Mit Hilfe von kognitiver und schriftlicher Fixierung und dem Lernen am Erfolg werden diese Ressourcen weiter entwickelt.

3. Intentionsveränderung
Im Rahmen der dritten Stufe, der Intentionsveränderung, formt sich der Wille, Veränderungen herbeizuführen. Dies geschieht vor allem durch eine erneute Selbstreflexion und einen Perspektivenwechsel.

4. Intentionsrealisierung
Um eine solche Veränderung auch tatsächlich nachhaltig zu festigen, ist die Intentionsrealisierung notwendig. Innerliche Veränderungen müssen sich im realen Handeln manifestieren.

Studie von Hubble [2]
Hubble formuliert vier modellübergreifende Erfolgsfaktoren .

Der erste Erfolgsfaktor besteht in den individuellen Ressourcen und den Einflüssen des Umfelds. Das Ergebnis einer Beratung wird also in hohem Maße durch den Klienten, seine Fähigkeiten und Kompetenzen sowie durch äußere Ereignisse bestimmt — und nicht nur durch den Berater. Dieser Erfolgsfaktor macht 40% des Gesamterfolges aus.
Darauf folgt die Beziehung zwischen dem Coach und dem Klienten, welche 30% des Erfolges ausmachen. Eine vertrauensvolle, wertschätzende und ehrliche Beziehung ist ein zentraler Faktor für die Fortentwicklung.
Die restlichen 30% des Erfolges eines Coachings betreffen zu gleichen Anteilen die Erwartungs- und Placeboeffekte und die Technik- und Modellfaktoren. Der Gang zu einem Experten wird automatisch mit der Erwartung verknüpft, dass dieser von Erfolg gekrönt wird. Diese positive Grundeinstellung beeinflusst das Coaching positiv. Die Technik- und Modellfaktoren wiederum stellen die Erfahrung und die fachliche Kompetenz des Beraters dar.

[1] Manager Seminare, Heft 147, S. 11.
[2] Mark A. Hubble, Barry L. Duncan, und Scott D. Miller. So wirkt Psychotherapie: Empirische Ergebnisse und praktische Folgerungen.

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